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Ich glaube nur der Statistik, die ich selbst gefälscht habe ...

von Ute Pannen


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Battleground: McCain 48, Obama 46

Rasmussen: McCain 48, Obama 48

Research 2000: Obama 49, McCain 43

Wie glaubwürdig sind die aktuellen Meinungsumfragen zum Us-Präsidentschaftswahlkampf? Allein die hier vorgestellten drei Umfragen kommen nicht auf die gleichen Ergebnisse. Jerome Armstrong bewertet die Resultate bei MyDD folgendermaßen: Alle drei Meinungsforschungs-Institute arbeiten mit „likely voter polls“ im Gegensatz zu Gallup und Hotline, die mit „registered voter trackings polls“ arbeiten. Aber warum kommen die drei, methodisch gleich vorgehenden Institute nicht auf die gleichen Zahlen und wem kann man eher vertrauen?

Ein Blick in die Firmengeschichte der drei gibt etwas mehr Aufschluss über ihre Zuverlässigkeit. Battleground gilt in der Branche als zuverlässigster Hellseher. Bei den Präsidentschaftswahlen 1992 und 1996 und 2004 lagen sie deutlich vorn und zwar nicht nur in ihrer Schlussprognose 51,2 für Bush und 47,9 für Kerry, sondern auch in der Einschätzung der gleich hohen Wahlbeteiligung bei Demokraten und Republikanern.
Auch Rasmussen lag mit seinen Erhebungen zur 2004-Wahl auch vorne. Ihre Vorhersage 49,4 für Bush und 48,8 für Kerry war ziemlich gut.
Research2000 dagegen hat noch keine Erfahrung in Bezug auf nationale Umfragen. Es scheint recht wahrscheinlich, dass sie weniger exakte Werte liefern. Jerome Armstrong traut Battleground & Rasmussen die höchste Treffsicherheit zu. Damit läge John McCain eine Nasenspitze vorn.


Posted by Ute Pannen on Sep 25, 2008 | Permalink | Comments (1) | TrackBack (0)

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Register to Vote

von Ute Pannen
Viele Amerikaner, die in Berlin leben wissen gar nicht, dass sie von hier aus wählen können. „Deshalb bin ich hier und informiere darüber“, sagt Kit Baker. Der Theaterproduzent hat seine Mittagspause in ein, für sein W-Lan bekanntes, Cafe in Berlin Mitte verlegt, um dort den zahlreichen amerikanischen Gästen bei der Registrierung zur Briefwahl zu helfen.

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Das Prozedere ist ganz einfach. Das Bestellformular hat Kit Baker schon in der Tasche und wer seine Sozialversicherungsnummer etc. zur Hand hat, kann die Daten gleich an sein Home County schicken. Die dortigen Behörden schicken dann den Wahlschein zu, auch nach Berlin.
Die Zielgruppe der Amerikaner im Ausland ist gar nicht so gering, denn auf Mybo
finden sich die verschiedensten Gruppen, die sich auf Amerikaner im Exil konzentrieren: American Expats in Paris for Obama, Americans Abroad for Obama, Americans in Berlin for Obama, Americans in Germany for Obama, Artists and Wrtiters in Berlin for Obama. Kit Baker ist in Mitglied in allen fünfen.

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Posted by Ute Pannen on Sep 07, 2008 | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)

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Obamas Video Team

von Ute Pannen

Als Geschichtsdokumentation in Echtzeit bezeichnet die TechPresident Bloggerin Nancy Scola
die Leistung von Barack Obamas Videoteam. Dahinter steckt jedoch mehr, denn außer der reinen Dokumentation von Events und Wahlkampfauftritten arbeitet ein Team von 50 Mitarbeitern daran, dass der Kandidat aus der richtigen Perspektive betrachtet wird. Arun Chaudhary http://designmind.frogdesign.com/events/obama-and-politics-documenting-history-in-real-time.html ist Leiter der Video-Produktion für die Obama-Kampagne. Er sorgt - wie in dem Artikel Campaigning Online
beschrieben - dafür, dass mittels Schnitt, Kameraeinstellung und Montage Obama mit den Augen der Demokraten gesehen wird.

Die Verbreitung der Filme im Web 2.0 managed Chris Hughes, einer der Facebook-Gründer, der jetzt für soziale Netzwerke in der Obama-Kampagne zuständig ist. Arun Chaudhary verließ für den Wahlkampf seinen Job als außerordentlicher Professor für Film an der NYU http://www.nyu.edu/. Jetzt produziert er Videos von öffentlichen Veranstaltungen, über Einzelinterviews bis zu Aufnahmen, die hinter die Kulissen führen. Diese kreativen Filme beleben BarackObama.com und einen YouTube-Kanal .
Das New Media-Team der Obama Kampagne kostet einen beachtlichen Teil des Budgets, aber es macht sich durch crossmediale Nutzung bezahlt. Arun Chaudhary sagt: Die Kampagne hat die Medienabteilung als zu wertvoll eingestuft, als dass sie ein Kreatives Risiko eingehen wollte. Als er von der Kampagne abgeworden wurde, sagte man ihm „you can learn politics, you can learn how to navigate these worlds. But you can’t learn the trades very quickly.“ Der Film-Profi hat die Welt der Politik schnell verstanden und ist nicht ganz ohne Selbstironie in sie eingetaucht. In diesem Video, das zu einer Obama-Demo in New York aufruft, zeigt er sein Talent und gibt dem Genre Polit-Video einen neuen Stil.


Posted by Ute Pannen on Jul 30, 2008 | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)

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Ein bisschen Deutschland für John McCain

von Hannes Richter

Bild_1_2 Wer Columbus, die Hauptstadt Ohios besucht, hat dafür meist einen guten Grund. Die bedeutende Universitätsstadt beherbergt den Hauptcampus der Ohio State University, eine der größten und angesehensten öffentlichen Universitäten der Vereinigten Staaten.  Reich an touristischen Attraktion ist Columbus aber nicht. Da gibt es etwa das State Capitol zu betrachten, oder auch einen hübschen Zoo. Und das German Village, de facto ein Stadtteil. Was in seiner italienischen Ausprägung andernortens  Little Italy heißt, ist hier eine Enklave eines amerikanisch-stereotypen Bilderbuch-Deutschlands. Ruhige Straßen mit Kopfsteinpflaster führen vorbei an hübschen Backsteinhäuschen, deren Bewohner meist tatsächlich deutscher Herkunft sind. Es gibt deutsche Restaurants und Geschäfte. Auch findet der, der sucht, den einen Tante-Emma Laden mit hervorragender Auswahl deutscher Braukunst und Wurstwaren und wird dort von einer freundlichen, älteren Dame in ihrer deutschen Muttersprache bedient. Seit über 60 Jahren wohne sie in Columbus, Deutsche sei sie aber im Herzen geblieben.

Diese Kulisse wählte der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain für seinen Besuch in Columbus just an jenem Tag, an dem sein Kontrahent Barak Obama seine vielerwartete Rede vor der Siegessäule in Berlin vor 200.000 Zuschauern hielt. In Columbus spricht John McCain derweilen  in „Schmidt's Sausage Haus und Restaurant” vor einigen wenigen Kleinunternehmern aus der Gegend.  Es scheint, als habe McCains Wahlkampfteam den Ort bewusst gewählt, um ihn als Antithese zu Barak Obamas staatsmännischer Inszenierung zu positionieren. Eine nähere Betrachtung von McCains Wahlkampfkalender schließt eine lange, gefinkelte Planung allerdings aus:  er sollte eigentlich in Louisiana sein, was aufgrund drohender Hurricanes abgesagt werden musste.

Der Republikaner führt in Umfragen bei außen- und sicherheitspolitischen Themen recht deutlich vor Obama, was ebendiesen zu seiner  Auslandsreise bewegte, um sein Profil zu diesem Themenkomplex beim amerikanischen Wahlpublikum zu schärfen. Ob dies gelingt, werden zukünftige Erhebungen bald weisen, der mediale Glanz ist ihm dieser Tage jedenfalls sicher.

Aber es gibt auch Kritik an Obamas präsidentiellen Auftritten ohne Präsident zu sein, wie auch im Vorfeld seines Berlin-Besuches klar wurde. So wurde vom quintessentiellen Berliner Motiv, dem Brandenburger Tor,  Abstand genommen; dieses sei für offizielle Würdenträger reserviert und stehe für einen amerikanischen Wahlkämpfer wohl nicht zur Verfügung, soweit zumindest der Tenor in konservativen politischen Kreisen Deutschlands und freundlich artikuliert durch Bundeskanzlerin Merkel.  Obamas Team nahm es gelassen, schließlich will man sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Zu tun als sei man bereits Präsident könnte auch im Heimatland einigen sauer aufstoßen.  Wären Deutsche in den USA wahlberechtigt, so hätte Barack Obama sich heute wohl tausende Stimmen gesichert; so bleibt ihm die Hoffnung auf die erwünschte Wirkung der Bilder zu Hause. John McCain sicherte sich jedenfalls eine Hand voll amerikanischer Stimmen im kleinen Deutschland mitten in Ohio.  Angesprochen auf seinen Mitbewerber für das höchste Amt meinte er, er würde sehr gerne eine Rede in Deutschland halten. Dann aber doch lieber als Präsident

Posted by Ute Pannen on Jul 28, 2008 | Permalink | Comments (1) | TrackBack (0)

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Let’s Stand as One

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by Ute Pannen

Today Barack Obama built a bridge to Berlin and was met with great sympathy. In front of the Berlin Victory Column, close to the parliament and the Brandenburg Gate, Obama gave his speech about transatlantic relations and an alliance for a better world.

Entering the grounds already was like stepping into another country and the security check was similar to the conditions of a transatlantic flight. At the check-in point volunteers of the campaign asked: “ Are there American Citizens? Any American Citizens here? – Please come here and register to vote."
More than 200,000 people came to see the pop star of American politics live. The audience, too, was similar to that at a pop concert; the majority of visitors were between the age of 20 and 30. The youth’s fascination with Obama spilled over into Germany, where currently no politician would be able to mobilize that many people.
His speech began with a retrospective of to the Berlin airlift, which saved the lives of its citizens. He emphasized that we can bring about challenges if we stand as one, and highlighted that the citizens of Berlin know what it means to long for freedom and that they have brought down the wall.
The current political threats and terrorism could only be fought together. This statement also emphasized the silent call for a stronger German military engagement in Afghanistan, an issue still controversial in Germany.

Obama received great applause for his appeal for respect for people of all religions, no matter if they are Christians, Jews or Muslims. He asked to make a difference between Islamists and Muslims. Obama’s thoughts on environmental issues like reducing carbon emissions have been well received as well. „Save the Planet” and “There is no challenge too great for a world that stands as one.

Such demands for universal harmony Germans usually only hear in Hollywood movies and pop songs. For them, some lines of his speech might have sounded like from another world - a world they are looking forward to.

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Posted by Ute Pannen on Jul 25, 2008 | Permalink | Comments (2) | TrackBack (0)

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McCain entdeckt YouTube

von Ute Pannen

Die McCain Girls
haben die YouTube Charts bereits seit Monaten erobert, seit einigen Tagen entdeckt auch John McCains Kampagne den Reiz des Video-Kanals.
Das Straight Talk Express-Video
stellt einen der Tour-Busse
vor mit denen John McCain wie eine Rock-Band durchs Land zieht und zu seinen Wahlkampfveranstaltungen reist.
Einem kurzen Small-Talk mit dem Busfahrer, der schon zur „Familie“ gehört, folgt eine Besichtigung des Innenlebens. Küche, WC, Duschkabine ... es geht zu wie beim Campingurlaub, wenn John McCain sich auf den Weg macht, um mit den Menschen zu sprechen. Als weiteres intimes Detail wird Einblick unter die Motorhaube gewährt: 550 PS hat die Kampagne.

Die Idee ist einfach und gut. Ein sportlicher Mitarbeiter im frisch gebügelten Hemd präsentiert den polierten nicht minder sportlich wirkenden Straight Talk Express. Ohne großen technischen Aufwand wird eine persönliche Ebene aufgebaut und mit exklusiven Bildern eine neue Nähe zu John McCain hergestellt. Interessant ist auch, dass der nicht mehr ganz junge und athletische Kandidat selbst gar nicht in Erscheinung tritt. Sein Image wird über seine Mitarbeiter und die Volksnähe seines Gefährts generiert. Sicher bietet dieses Modell des Wahlkampf-Videos auch Anregung für deutsche Parteien, deren Wahlkampf-Budgets nicht unbedingt ein professionelles Video-Team umfasst.

Posted by Ute Pannen on Jul 14, 2008 | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)

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„I’m voting like I never voted before...“

von Ute Pannen
Erinnern Sie sich an den Film Flash Dance mit dem Song Maniac? „She’s a Maniac on the foor – and she’s dancing like she’s never danced before.“ Jetzt sind die McCain Girls zurück und tanzen in ihrem Video McCANIAC wie nie zuvor.
:

Mit dieser satirischen Interpretation des Flash Dance Vorbilds, kehren die McCain Girls zurück. Durch Raining McCain haben sie bereits in den Vorwahlen großen Ruhm und fast 2 Millionen Clicks auf YouTube erreicht. Sie gelten als die konservative Antwort auf das Obama Girl, das im März 2007 das Genre des Polit-Musik-Videos einführte. Während Obama Girl im Pinup-Look und mit eingängiger Musik auftritt, besteht bei den McCain Girls keine Verwechslungsgefahr mit den üblichen Pop-Stars, im Gegenteil - sie persiflieren diesen Stil.
Die Autorenschaft, so klärte kürzlich die New York Times, liegt bei dem Comedy-Team, das hinter der Website 23/6 steckt.
Auch wenn sie in ihrem aktuellen Video „Vote McCain“ singen und wispern, so sind sie nicht als eindeutige McCain Fans zu verstehen. Sie gestalten die Bildsprache und Liedtexte konsequent so ambivalent, dass der Betrachter nicht zwischen Ernst und Ironie zu unterscheiden vermag. Spätestens in der Schluss-Sequenz des Videos wird dies offenbar, denn mit Augenklappe und Armprothese mutiert McCain zur Rakete. In dieser Konfrontation von Tänzerin und Robotor wird gleichsam das Spiel von Vitalität und Morbidität auf die Spitze getrieben.


Posted by Ute Pannen on Jul 04, 2008 | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)

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Die Obama Connection

Von Ute Pannen

Ohne die Macht der Netzwerke zu begreifen, kann man heutzutage weder den Terrorismus bekämpfen, noch eine Wahl gewinnen. So fasste kürzlich der New York Times Kolumnenschreiber Roger Cohen
die aktuelle Lage zusammen. Mit The Obama Connection benennt Cohen den Grund für den Sieg Barack Obamas gegenüber Hillary Clinton in den Vorwahlen im US-Präsidentschaftswahlkampf. Er bezeichnet Clintons Strategie als noch im 20. Jahrhundert stecken geblieben. Mit der Zeit ist das Verständnis für internetbasierte Netzwerke auch bei John McCains Wahlkampfteam eingekehrt. So berichtet der konservative Online-Stratege Patrick Ruffini http://www.patrickruffini.com/about/
auf der techPresident-Website, dass McCain’s Website die von Barack Obama schlagen kann, indem sie jetzt zu einer Plattform wird.
Eine Lektion, die Web 2.0 die Wahl-Strategen bereits gelehrt hat, ist ein gutes Apllication Programming Interface (API), das erlaubt Twitter-Daten und Login-informationen für die Kandidatenseite wirksam einzusetzen.
Patrick Ruffini empfielt der McCain-Kampagne ihre Website mit Hilfe von API auf einen Stand zu bringen, der es möglich macht Netzwerke noch intensiver zu Nutzen, als Barack Obama dies tut. Wie das in der Praxis aussieht? Ganz einfach. Mit Hilfe einer McCain-API könnten alle Wahlkampf-Aktivitäten von Freiwilligen, auf der Kandidatenseite sichtbar werden. Zum Beispiel könnte die McCain-API mit Facebook-Applikationen verbunden werden, so dass Unterstützer ihre Aktivitäten auf der Kandidatenwebsite veröffentlichen können. Facebook Newsfeeds könnten aktualisiert werden mit Meldungen wie „Patrick Ruffini hat für John McCain gespendet“ oder Patrick Ruffini hat soeben 10 Unterstützer für McCain rekrutiert“. Gleichermaßen könnte der eigene Aktivitätsfluss wie das Rekrutieren von Freiwilligen, Unterschriften für Petitionen und Spenden auf der Kandidatenseite veröffentlicht und mit einer vorbereiteten Adressenliste kombiniert werden. In diesem Moment wird die McCain Website zur Plattform für aktiven Austausch der Freiwilligen untereinander. Suchbegriffe wie die Postleitzahl können helfen Gleichgesinnte in der unmittelbaren Nachbarschaft ausfindig zu machen. Diese Geocodierung kann unter anderem nützlich sein, um Wahlkampf-Veranstaltungen zu organisieren, die von den Webnutzern selbst nicht von der Kampagnenführung ausgehen. Die Kampagnen selbst können die Kontrolle über ihre Botschaft nicht mehr behalten. Wenn sie erfolgreich sind, verselbständigt sich die Kommunikation über den Kandidaten und wird für die Medien relevant. So ist auch Obamas Masssenbewegung ist für die Presse interessanter als seine Botschaft.
Die von Patrick Ruffini vorgeschlagenen API’s sind die logische Fortsetzung dieses Trends. Die Wähler bilden bereits virale Netzwerke auf Facebook, Twitter und anderen Kanälen. Aber es gibt noch keine Möglichkeit sie mit Aktionen auf den offiziellen Kandidatenseiten zu verbinden, denn wer einer Facebook-Gruppe beitritt bleibt bisher trotzdem unsichtbar für die Kampagenführung.
Natürlich rät der konservative Stratege Ruffini der McCain-Kampagne schnell zu handeln, denn er vermutet, dass Obamas Strategen bereits etwas Ähnliches vorbereiten.


Ein Blick auf McCains Website zeigt dass die Republikaner bereits einiges von Obama gelernt haben. Die Recruit 5 Friends-Applikation und die Get Involved-Spalte waren nicht von Anfang an vorhanden.

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Posted by Ute Pannen on Jun 14, 2008 | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)

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Rassismus oder Reflexion?

von Ute Pannen
Mit einer umstrittenen Headline löste die als linksalternativ bekannte „tageszeitung“ (taz) große Diskussion nicht nur auf ihrem eigenen Blog aus. Bei vielen in Deutschland lebenden Amerikanern wird die Schlagzeile als extrem rassistisch wahrgenommen, während die taz-Redaktion der Ansicht ist, sie wollte nur zum Nachdenken anregen.
Bild_1_2 Die Überschrift spielt auf den Roman "Onkel Toms Hütte" von Harriet Beecher Stowe an. Stowe schrieb das Buch 1852 als Roman gegen die Sklaverei. Doch gilt, wie auch Spiegel-Online  berichtet, das Buch als vorurteilsbeladen und umstritten. Inzwischen ist der Terminus "Onkel Tom" eine Beleidigung für Schwarze , da er mit unterwürfigen Afroamerikanern assoziiert wird. Diese Diskussion über die pejorative Bedeutung des Begriffs scheint an den Deutschen ein Stück weit vorbegegangen zu sein. Gibt es doch in Berlin noch ein Stadtviertel und eine U-Bahn Station in Richtung Wannsee, die nach dem auch hierzulande populären Buch benannt worden sind. So mag sich bei dieser Headline mancher Berliner gefragt haben, ob Obama nach Schwanenwerder ziehen möchte. In diesem Fall sollte die kulturelle Differenz zwischen Amerika und Deutschland in der Wahrnehmung des Buches mitbedacht werden. Sie spielt eine Rolle, auch wenn grundsätzlich in jedem Witz ein ernster Kern steckt, der mehr über den verrrät, der ihn erzählt, als über das Thema selbst. Die taz, die sich gerne selbst als linksintellektuelles Blatt gibt, ignoriert in diesem Fall, die transatlantische Weiterentwicklung des Begriffs anstatt darüber zu informieren. Aber immerhin hat sie uns damit eine neue Debatte beschert. Hier ein paar Ausschnitte daraus.

Posted by Ute Pannen on Jun 10, 2008 | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)

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Was passiert eigentlich auf Facebook?

von Ute Pannen
Heute wurde ich von einem Freund eingeladen Mitglied seiner Facebook http://www.facebook.com -Gruppe zu werden und stellte fest, dass die Namen dieser Gruppen immer länger werden. Seit heute bin ich also Mitglied der Gruppe „ Americans Against a third Bush Term – A McCain Presidency“, die nun 41 Unterstützer hat.

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Die Selbstdefinition der Gruppe beginnt mit dadaistisch anmutenden Wortspielen wie „... against a John Bush, George McCain ... John McCain presidency.“ Dann geht sie in populistische Klagen über die Benzinpreise über und endet mit dem ironischen Satz „Yeah John, we’re right where we wanna be.“

Wer sich zu dieser Gruppe hingezogen fühlt, hat verschiedene Möglichkeiten sich zu engagieren. Zum einen gibt es den Link, der dazu auffordert weitere Freude in die Gruppe einzuladen, zum anderen den View Discussion Bord-Link. Er bietet die Chance sich selbst mit Kommentaren einzubringen und ähnlich wie auf Blogs Diskussionen anzustoßen. Die Americans Against a third Bush Term  - A McCain Presidency-Gruppe hat bisher zwei Diskussionsbeiträge.

Andere Beiträge können nur von dem Gruppen-Administrator gepostet werden. Die Rubrik Recent News beispielsweise informiert über John Mc Cains Politik, die Bushs Steuerkürzungen für Reiche fortsetzen will, den Krieg im Irak weiterführen möchte und vieles mehr. Außerdem bezeugen Fotos die innige Freundschaft zwischen Bush und McCain, während die Applikation Video bislang ungenutzt beibt. Allerdings findet sich unter der Kategorie Postet Items ein Video mit peinlichen Momenten Mc Cains und unter anderen findet man dort einen satirischen Artikel
zu John Mc Cains Haltung zur Homoehe.
Facebook bietet also beste Möglichkeiten Anti-Campaigning zu betreiben und viral zu verbreiten. Schauen wir uns doch einmal an, welche politischen Gruppen derzeit bei Studi-VZ in Deutschland entstehen. Da wäre die Gruppe Angela Merkel Bundeskanzlerin der Herzen – wir lieben Dich   (2 Mitglieder) oder Anti-Gruppen wie Wenn Kurt Beck Kanzler, wird wandere ich aus!  Niemand polarisiert jedoch so sehr wie Claudia Roth, um die sich ein Fanclub (183 Mitglieder) und die Gruppe Ich hasse Claudia Roth (448 Mitglieder) ranken. Außerdem häufen sich zu ihrer Person Geschmacklosigkeiten wie Gott hasst Claudia Roth (4 Mitglieder), Burkapflicht für Claudia Roth (38 Mitglieder) und Ich bremse nicht für Claudia Roth (69 Mitlgieder). Die Gruppe Ich war mit Guido Westerwelle in der Sauna (7 Mitglieder) zeigt, dass sich nicht alle Studi-VZ-Gruppen in die normativen Kategorien von Pro und Contra, von Campaigning und und Anti-Campaigning einordnen lassen. Zur Wahlkampfkommunikation eignet sich Studi-VZ ohnehin nur sehr eingeschränkt. Es gibt weder ein Discussion Bord, noch Recent News, Videos oder Postet Items. Bei der Entscheidung zu einer Gruppenmitgliedschaft auf Studi-VZ handelt sich demnach eher um das Abgeben eines Statements. Die einzigen aktiven Partizipationsmöglichkeiten bestehen in dem Einladen weiterer Gruppenmitglieder und dem Melden von Gruppen, die möglicherweise die Gefühle oder Moralvorstellungen der Teilnehmer verletzen.

PS: Um die Gruppen in Facebook oder Studi-VZ zu sehen oder ihnen beizutreten, muss man sich vorher in den Netzwerken registrieren.

Posted by Ute Pannen on May 08, 2008 | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)

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